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Gesundheit!


 

Deutsche Gesundheitspolitik in der Krise?

Nein, Niemals :-)) Im Gegenteil - die Gesundheitsministerin geht das Systen jetzt sogar mit mathematischen Methoden an:

20% der Patienten bewirken 80% der Kosten.


 
Woher kommt das wohl? - Richtig: Von Vilfredo Pareto.
Er hatte 1909 sein berühmt gewordenes statistisches Prinzip gefunden:
  • 20% der Italiener verfügen über 80% der Reichtümer des Landes. (Damals wie heute :-)
Später ist das dann mit Erfolg angewandt worden auf:
  • 80% deines Erfolgs erreichst du mit 20% deiner Arbeit.
  • 20% deiner Kunden bringen dir 80% deines Umsatzes.
  • 20% der Mitarbeiter erledigen 80% der Arbeit
  • 20% einer Zeitung enthalten 80% der Informationen, etc...
Noch Ideen?
HIntergrund zu Pareto Vilfredo Pareto
 
Italienischer Sozialwissenschaftler, 1848 geboren als Sohn einer italienischen Mutter und französischen Vaters, studierte in Turin. Arbeitete u.a. von 1870 bis 1893 als Ingenieur (wie früher sein Vater). In Florenz studierte er Philosophie und Politik weiter, schrieb als einer der ersten Zeitschriftenartikel über die Möglichkleit, ökonomische Probleme mit mathematischer Angehensweise zu lösen. Starb 1923 in Genua.

 
Da wir (magels Tunnelblick durch Parteienzugehörigkeit) über den eigenen Tellerrand gucken können, machen wir noch eine Anleihe beim Kettenraucher Churchill:

'Perfektion bedeutet Lähmung.'

Kürzer und perfekter kann man die heutige Situation des Gesundheitswesen nicht beschreiben: Alle sollen solidarisch voll versorgt werden - mit dem Ergebnis, dass eben das nicht bezahlbar ist. (Nur punktuelle Überversogung ist der Normalfall.) Kein Gesundheitsminister konnte den Spagat je erreichen. Was bleibt also? Einfach mal nachdenken!
 
Interpretation: Als kleine Hilfestellung zur weiteren und konsequenten Anwendung des Paretoprinzips kann man schließen:
  • 20% alle Patienten halten 80% der Gesundheitsindustrie am Leben.
  • 80% aller Versicherten erhalten nur 20% Versorgung.
  • Mit 20% seiner Arbeit hat ein Arzt schon 80% seiner Patienten versorgt.
  • 80% aller Versicherten zahlen für die anderen 20%, die 80% der Gelder benötigen (Das ist Solidarität).
  • Mit 20% Grundversorgung wären schon 80% aller Patienten versorgt.
  • Eine Versicherung ist nur für den Notfall: 80% aller Krankheiten kann man mit 20% des eigenen Einsatzes kurieren.

 

Was lernen wir aus der Sozialstatistik?

Politker: Nichts. Nur 'Mehr desselben'. Also mehr Beiträge!
Wir lernen, dass man mit 20% des heutigen Geldes gut hinkämen, hätten wir doch 80% voll versorgt.
 

Das System neu aufbauen. Es geht nur über's Geld.

  1. Der Staat hält sich raus. Als einziges macht er ein Pflichtversicherungsgesetz. Das garantiert flächendeckend Krankenhäuser und eine private Pflichtversicherung.
  2. Die Versicherung funktioniert in der Form einer Haftpflichtversicherung wie beim Auto. Nur dass der Versicherte in diesen Fall die Gemeinschaft vor Schäden (die seiner Krankenkosten-Übernahme nämlich) schützen muss. Als Anschubidee könnet man mal die (Haftpflicht-)Versicherungsbranche fragen, die macht das schon länger als eine Gesundheitsministerin :-)
  3. Nur dann macht eine aktive eigene Gesundheitsvorsorge auch für den Einzelnen Sinn. (Sonst: 'Zahlt doch alles die Kasse!')
  4. 20% der Gesundheitsvorsorge sollte in öffentliche Kassen (Grundversorgung Krankenhäuser...) gehen, 80% in die eigene Sicherheit.
  5. Alle Versicherungskosten, alle Artzrechnungen laufen über den Verursacher: den Versicherten.
  6. Firmen zahlen keinen Anteil an den Kosten des Versicherungsnehmers, warum auch?
  7. Alle Versicherungen sind private Versicherungen, die jeden jederzeit nehmen müssen.
  8. Es gibt frei wählbare Eigenbeteiligungen bis 20000 Euro, die die eigene Prämie senken können.
  9. Es gibt zusätzlich Freiheitsrabatte, wie sie die LKH heute schon erfolgreich praktiziert. (Keine Forderungen = guter Kunde - Belohnungsprinzip)
  10. Die Folge wäre, dass es endlich mal Artzrechnungen für jeden geben müsste. (Damit ein Patient/Kunde auch weiss, was das Gesundheitssystem ihm abknöpfen will.)
  11. Die Rechnungen müssten wie alle anderen Rechnungen auch für den Versicherten verständlich und in Einzelposten prüfbar präsentiert werden. (Die Revolution im Abrechnungswesen...)
  12. Die Lobby der KVen dürften zwangsläufig keinem Arzt mehr verordnen, wo er sich denn niederzulassen hat. (Ärzte waren in früheren Jahrhunderten mal Selbständige :-)

 
Leider würde die jetzt so blühende deutsche Gesundheitsindustrie dann wohl zusammenbrechen.
Aber das ist ja alles nur ein Traum...
 
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eMail © Dietrich Beitzke · Seite erstellt am 12.12.2001, letzte Änderung 19:40 6.5.2005, Freitag